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Freunde seit 54Seit mehr als 50 Jahren begleitet die Gesellschaft der Freunde die Geschichte des Haus der Kunst. Die Gründung des Fördervereins im Herbst 1954 verdankt sich der Initiative Peter A. Ades, Direktor des Hauses bis 1982. Als gemeinnütziger Verein ohne Rücklagen führte er das Ausstellungshaus ohne Mittel der öffentlichen Hand nach privatwirtschaftlichem Muster und verstand es, ein dichtes Netzwerk aus Mitstreitern zu bilden, indem er Künstler, Kunstfreunde, Wirtschaftsvertreter und engagierte Bürger für die gemeinsame Sache begeistern konnte. Mit der Gesellschaft der Freunde konnte so die notwendige Basis geschaffen werden, um die Ausstellungsleitung ideell und materiell mitzutragen.Förderung der Ausstellungstätigkeit In den ersten drei Jahren ihres Bestehens schuf die Gesellschaft aus den Mitgliedsbeiträgen einen Fond, der erstmals 1958 die Mitfinanzierung einer Ausstellung ermöglichte: „München 1869 – 1958. Aufbruch zur modernen Kunst“, eine umfangreiche Jubiläumsausstellung zur 800-Jahr-Feier der Stadt. Das Haus der Kunst sollte sich bald zu einer der wichtigsten Stätten des internationalen Ausstellungsbetriebes und Kulturaustauschs entwickeln. Hierin spielte die ausdrückliche Auseinandersetzung mit der eigenen NS-Geschichte eine bedeutende Rolle. Ein wichtiger Meilenstein diesbezüglich war die viel beachtete und deutschlandweit erstmalige Präsentation des Monumentalgemäldes „Guernica“, jener Ikone antifaschistischer und moderner Kunst, im Rahmen der Münchner Picasso-Retrospektive 1955. Als Haus ohne eigene Sammlung konzentrierte man sich gänzlich auf eine abwechslungsreiche, international ausgerichtete Kunstvermittlung: Zahlreiche Werkschauen berühmter Künstler wie Beckmann, Cézanne, Gauguin, Miró oder Toulouse-Lautrec ergänzten spektakuläre Ausstellungen aus anderen Kunstbereichen und Epochen wie „Le Corbusier“, „Die Internationale Filmausstellung“ oder „Tutanchamum“. Obwohl in den meisten Fällen echte Publikumserfolge, schlossen viele dieser Ausstellungen mit einem finanziellen Defizit. Ohne die Hilfe der Gesellschaft, welche der Ausstellungsleitung das Schließen der Haushaltslücken ermöglichte, wären sie nicht zu realisieren gewesen. Daneben gab der Förderverein Zuschüsse zur jährlich im Haus der Kunst stattfindenden „Großen Kunstausstellung München“ und erwarb dort als weitere Fördermaßnahme zahlreiche Arbeiten regionaler und internationaler Gegenwartskünstler. Dieser seit den 50er bis in die 80er Jahre angesammelte, über 1.000 Arbeiten umfassende Kunstbestand, wurde im Oktober 2006 im Rahmen einer einmaligen Sonderauktion versteigert. Dadurch kam die Gesellschaft der Freunde in die glückliche Lage, das Haus der Kunst zukünftig noch intensiver als bisher unterstützen zu können. In der Nachfolge Ades fand das gesellschaftliche Engagement für die Kunst mit Christoph Vitali einen weiteren überzeugten Fürsprecher. Er führte das Haus zwischen 1993 und 2003 zu neuen Höhepunkten und begeisterte das Münchner Publikum mit einem dicht gedrängten Programm groß angelegter Retrospektiven von Lovis Corinth bis Roy Lichtenstein, Themenausstellungen wie „Der Glanz der Farnese“ oder „Die Nacht“ und bedeutenden Privatsammlungen wie „Die nie gesehenen Meisterwerke der Barnes Collection“. Sein erfolgreiches Programm, die festlichen Ausstellungseröffnungen – bei denen Vitali mit seinem Team meist selber kochte – sowie zahlreiche Studienreisen zu Kunstschauplätzen auf der ganzen Welt gehören zu den vielen Highlights in der Geschichte des Haus der Kunst und seiner Freunde und Förderer. Gründung einer Public-Private-Partnership Seit Beginn der 90er Jahre ist das Haus der Kunst als gemeinnützige GmbH nach privatwirtschaftlichem Muster organisiert. Die anhaltende Knappheit öffentlicher Mittel, das Problem steigender Kosten und das der Bauunterhaltung hatten in den Jahren davor deutlich gemacht, dass der laufende Betrieb nicht länger alleine von der Ausstellungsleitung und der Gesellschaft der Freunde getragen werden könnten. Beide sind seit 1992 gemeinsam mit dem Freistaat Bayern und der Josef Schörghuber-Stiftung Träger der gemeinnützigen Stiftung Haus der Kunst GmbH.
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