Viktoria Binschtok spürt in ihrer fotografischen Arbeit dem Konzept von Sichtbarkeit nach. Indem sie bewusst und scharfsinnig Kontexte verrückt, wirft sie Fragen danach auf, welche Inhalte in klar definierten Bildgrenzen transportiert werden (können) und welche sie – basierend auf einer gemeinsamen Wissensgrundlage – überschreiten. Binschtok bezieht sich dabei gleichermaßen auf Bilder aus medialen Ressourcen wie dem Internet als auch auf ihre eigenen Fotografien, um deren Funktion und Repräsentation zur Diskussion zu stellen. Ihrer Intuition folgend, sucht und findet sie Parallelen in kollektiven und alltäglichen Verhaltensmustern, die zumeist unbeachtet bleiben.

Ihre Arbeiten speisen sich in ein größeres Netz ein, das Binschtok bewusst über unterschiedliche Bildmodi spannt. Ohne sich auf einzelne Genres oder Themen festzulegen, seziert sie Stück für Stück die Dimensionen unserer täglichen digitalen Bildproduktion. In der präzisen Aufschichtung ihrer Werke generiert die Künstlerin durch Aneignung, Kombination und Übersetzung visuelle Verknüpfungen mit subtilen wie eindeutigen Bezügen zu aktuellen Realitäten.

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VIKTORIA BINSCHTOK
*1972, lebt und arbeitet in Berlin

Checkmate, 2023
C-print, kaschiert, gerahmt mit Museumsglas
80 x 60 cm
1/3 + 1 AP

7.000 € inkl. MwSt.

Eingeliefert von Galerie Klemms
Mit Dank an die Künstlerin

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