Amélie Esterházy untersucht in ihrer Kunst symmetrische Strukturen und deren Funktionen. Sie verwendet dafür gefaltete Papierhexagone, die sich wie ein wachsendes Netz ausbreiten, um das Zusammenspiel von Chaos und Ordnung durch komplexe Muster und chaotische Algorithmen zu beleuchten. Anders als bei programmierten Algorithmen lässt sie in ihrer Arbeit menschliche Faktoren wie Chaos, Fehler und Zufall zu, was ihrer Kunst eine bejahende und sinnliche Dimension verleiht.

Die Werkreihe „Speculum angulus“ hinterfragt die Möglichkeit der (Selbst-)Reflexion. Alle Werke dieser Serie bestehen aus reflektierendem Papier (Champagneretikettenpapier), das kaleidoskopische Oberflächen erzeugt. Dabei geht es um Wahrnehmungsstrukturen und die Frage, ob echte Selbstreflexion möglich ist oder ob Spiegelungen lediglich kaleidoskopische Eindrücke liefern.

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AMÉLIE ESTERHÁZY
*1982, lebt und arbeitet in Berlin

Speculum angulus #1, 2022
Champagner-Etikettenpapier auf Leinwand
80 x 80 x 40 cm

8.925 € inkl. MwSt.

Eingeliefert von behncke gallery | ludwig space
Mit Dank die Künstlerin

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