Freitag, 19. Oktober, 15:30 Uhr, Haus der Kunst

Mit dem „Haus der Deutschen Kunst“ erfolgte die letzte prominente Verwendung von Tegernseer Marmor – vom Volksmund wegen seiner Farbe auch als „Blutwurstmarmor“ tituliert. Welche Geschichten erzählt dieses Material über Kultur und Repräsentation, Macht und Ideologie? Ausgehend von dieser Frage, beschäftigt sich die Exkursion mit der Verwendungs- und Bedeutungsgeschichte des um 1680 in Kreuth am Tegernsee entdeckten Gesteins, das vorwiegend in sakralen und herrschaftlichen Bauten zum Einsatz kam. So werden neben dem Haus der Kunst die Dreifaltigkeitskirche, Münchens erstes Kirchengebäude im spätbarocken Stil, und Räume der Münchner Residenz besichtigt. Die Teilnehmer erhalten im Rahmen der Exkursion auch Einblick in Dokumente und Materialien zur Baugeschichte dieser Gebäude, die sie gemeinsam mit den Referenten analysieren.

Dr. Roland Götz, Archivoberrat i.K., Archiv des Erzbistums München und Freising und Sabine Brantl, Kuratorin Archiv und Leitung Bildungsprogramme am Haus der Kunst, begleiten Sie auf dieser Exkursion.

Der Treffpunkt ist die Mittelhalle im Haus der Kunst. Die Exkursion dauert ca. 3 Stunden und ist für die Freunde Haus der Kunst kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Donnerstag, 4. Oktober, 18 Uhr, Haus der Kunst

Von Oktober 2018 bis August 2019 ist das Archiv Künstlerpublikationen „Archive in Residence“ in der Archiv Galerie des Haus der Kunst. Die von Sabine Brantl kuratierte Ausstellung bildet den Auftakt einer Reihe von Präsentationen, die autonome Archive vorstellt und Fragen über das Verhältnis von Archiv, Geschichte und ihrer Repräsentation diskutiert

Seit 1980 sammelt und archiviert der Verleger, Künstler und Kunstpädagoge Hubert Kretschmer Künstlerpublikationen. In seinem Archiv in der Münchner Türkenstraße befinden sich inzwischen über 50.000 Stücke unterschiedlichster Medien von Künstlern aus 75 Ländern. Hubert Kretschmers Sammelleidenschaft fokussiert sich dabei nicht auf die wertvolle, bibliophile Ausgabe, sondern vielmehr auf in kleinen Auflagen, teils mit einfachsten Mitteln hergestellten Publikationen und Editionen, die häufig nur einem kleinen Kreis zugänglich sind und von öffentlichen Institutionen kaum wahrgenommen werden. Damit leistet das Archiv einen entscheidenden Beitrag, den kulturhistorischen Wert dieser Produktionen, auch als wissenschaftliches Quellenmaterial, bewusst zu machen.

Der Eintritt ist kostenlos.

29. September – 03. Oktober

Während der Manifesta 12 werden Werke zeitgenössischer Kunst nicht etwa in kahlen, weiß gestrichenen Räumen gezeigt, sondern in Gärten und charakteristischen Gebäuden der Stadt, wie in Kirchen oder den prachtvollen, jahrhundertealten Palazzi, von denen einige selbst vielen Palermitanern bislang verschlossen geblieben sind. Der Zerfall ist Zeichen der ökonomischen Not, unter der Sizilien leidet. „Durch die Linse Palermos“ könnten Krisen- und geopolitische Umwälzungsphänomene analysiert werden, die sich heutzutage in Europa und in der Welt abspielen, meint Hedwig Fijen, die die Manifesta in den 90er Jahren gründete. Seitdem wandert die Schau im Zwei-Jahres-Rhythmus durch Europa und gehört neben der Biennale in Venedig und der documenta in Kassel zu den bedeutendsten Ausstellungen.

Unsere Kunstreise ist bereits ausgebucht, bei Interesse melden Sie sich bei uns in der Geschäftsstelle, gerne setzen wir Sie auf unsere Warteliste.

Donnerstag, 27. September, 19 Uhr, Filmmuseum München, Sankt-Jakobs-Platz 1 
80331 München

Die Sammlung Goetz präsentiert anlässlich ihrer aktuellen Ausstellung „Generations Part 2. Künstlerinnen im Dialog“ im Haus der Kunst eine Auswahl der Filme von Pipilotti Rist. Die 1962 geborene Schweizer Künstlerin entführt den Betrachter mit ihren Videos, Experimentalfilmen und Installationen in eine sinnliche und farbenfrohe Welt. Auf eine spielerische, erotische Art erkundet sie den weiblichen Körper und hinterfragt gesellschaftliche Vorstellungen von Sexualität, Geschlecht und Identität. Die Musik ist ein entscheidendes gestalterisches Element in den Filmen von Pipilotti Rist, die selbst auch Musikerin ist und lange Jahre Sängerin der Schweizer Frauenband „Les Reines Prochaines“.

Die Veranstaltung dauert etwa 2 Stunden – Dr. Cornelia Gockel und Susanne Touw, Kuratorinnen für Medienkunst in der Sammlung Goetz, werden die Einführung gestalten. Eine Anmeldung ist erforderlich; für die Freunde Haus der Kunst ist der Eintritt kostenlos.

Der Eintritt für diese Veranstaltung liegt bei 4 € / 3 € pro Person. Das Eintrittsticket ist im Filmmuseum zu kaufen.

Samstag, 22. September, 10 Uhr, Haus der Kunst und NS-Dokumentationszentrum

Wie die Erinnerung an ein bestimmtes Ereignis diesem später Bedeutung verleiht, ist eine der Schlüsselideen der Zeitgeschichte. Sich an ein Ereignis zu erinnern, steht im Zentrum von Versöhnung und Mahnung – aber auch in den Debatten darüber, wie dieses Ereignis im kollektiven Gedächtnis festgehalten werden soll. Geformt aus dem Blickwinkel der Gegenwart, spiegeln Erinnerungszeichen die jeweiligen Befindlichkeiten, Kontinuitäten und Brüche einer Gesellschaft und ihr Verhältnis zur Vergangenheit wider.
Thomas Rink, wissenschaftlicher Mitarbeiter am NS-Dokumentationszentrum München im Bereich Bildung und Sabine Brantl, Kuratorin Archiv und Leitung Bildungsprogramme am Haus der Kunst, werden die Referenten dieses Workshops sein.

Der Workshop dauert 6 Stunden. Die Teilnehme ist für die Freunde Haus der Kunst kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich.